Header
TANZ | MODERNE | TANZ
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Internationales Festival für zeitgenössichen Tanz
13. - 17. JUNI 2018 | CHEMNITZ

Rückblick auf 2018

Ce que le jour doit à la nuit

Eröffnung des Festivals

COMPAGNIE HERVÉ KOUBI

Zwölf Tänzer aus Algerien und Burkina Faso und ein von orientalischen Malereien und islamischer Architektur inspiriertes Langzeitprojekt, das 2009 begann – mit der Produktion Ce que le jour doit à la nuit (übersetzt Die Schuld des Tages an die Nacht) erzählt Hervé Koubi nicht nur den gleichnamigen Roman von Yasmina Khadra nach, sondern sucht gleichzeitig intim und gefühlvoll seine eigenen Wurzeln in der Geschichte Algeriens zwischen Kolonialismus und Moderne. „Ich fühle mich wie ein Orientalist des 19. Jahrhunderts, der nach Algerien kommt, um seinen Fantasien vom Orient Leben einzuhauchen. Wir beginnen bewusst zu ahnen, dass Erinnerungen und Spuren längst vergangener Generationen in uns fortleben. Ich würde gerne meine Träume Wirklichkeit werden lassen als ein in Frankreich geborenes Kind, das seine eigene Identität und die seiner Eltern erst spät entdeckt hat.“ Sound, Licht, Stoffe und athletische Körper zaubern ein ästhetisches Gesamtkunstwerk, in der die Seele Nordafrikas glüht und eine Stück Tanztheater, das mit riesigem Erfolg durch die Welt tourt. Eine Begegnung zwischen Orient und Okzident, ein Schmelztiegel aller erdenklichen Stilarten.

„Eine beeindruckende Verschmelzung von Akrobatik, Gymnastik, B-Boying, modernem Tanz und Ballett […], das ergibt ein Kunstwerk, das stark an ein altes Wüstenritual erinnert.“ – The Washington Post

Choreografie Hervé Koubi
Tanz Hamza Benamar, Lazhar Berrouag, Nasserdine Djarrad, Fayçal Hamlat, Nassim Hendi, Amine Maamar Kouadri, Riad Mendjel, Issa Sanou, Ismail Seddiki, Reda Tghremt, Mustapha Zahem, Adel Zouba
Kostüme Guillaume Gabriel
Musik Maxime Bodson, Hamza El Din-Kronos Quartett, Johann Sebastian Bach, Soufi
Lichtdesign Lionel Buzonie

Gefördert von: la région Limousin, le Départment de la Corrèze, la Ville de Brive la Gaillarde, DRAC PACA, DRAC Limousin, la ville de Cannes, le Départment des Alpes Maritimes, le service de cooperacion et d’Action Culturelle de l’Ambassade de France en Algérie, l'Institut Français

 

 

Mittwoch, den 13.06.2018 um 20:00 Uhr
im Schauspielhaus 

Tickets kaufen von 10,00 bis 18,00 Euro

 

 


Go North And See What Those Strangers Do

Deutsche Erstaufführung

PANAMA PICTURES

Fünf Männer und ein gestrandeter Wal irgendwo im hohen Norden. Sie fühlen, wie der eisigen Wind ihnen ins Gesicht bläst und schnell wird klar: Dies ist kein Ort, an dem man lange bleibt. Was hat die Männer hierhergebracht? Trotz unterschiedlichster Hintergründe kreuzen sich hier an dem gestrandeten Wal ihre Lebenswege. Mit einer rein männlichen Besetzung von Tänzern und Akrobaten übersetzt Choreografin Pia Meuthen diese Ausgangssituation in eine visuell eindringliche Erzählung, in der Tanz, Luft- und Bodenakrobatik miteinander verschmelzen. Go North And See What Those Strangers Do wirft ein eigensinniges Licht auf den Begriff Männlichkeit. Die zentrale Frage ist die Identität selbst: Was macht diese Männer und das, was sie sind, aus? Inspiriert wird Pia Meuthens Produktion dabei durch den norwegischen Schriftsteller Karl Ove Knausgård – durch die gnadenlose Ehrlichkeit seiner Bücher und die Darstellung universeller Themen auf einer sehr persönlichen und doch rohen Weise.
Musikalische Unterstützung kommt vom Duo Strijbos & Van Rijswijk, die in einer fast hypnotischen Weise Live-Schlagzeug mit elektronischen Kompositionen und Sounds vereinen.
Zusätzlichen Beistand  an den Strapaten, den Bändern für die Luftakrobatik, erhält Go North And See What Those Strangers Do von Tarek Ramno, der zuvor unter anderem mit dem Cirque du Soleil zusammenarbeitete.

„dynamisch, ungeschliffen, zeitweise voller Risiko, aber gleichzeitig menschlich und verletzlich“ – tilburg dansstad

Choreografie Pia Meuthen
Tanz & Akrobatik Francesco Barba, Eddy Becquart, Fabian Krestel, Ruben Mardulier, Tarek Ramno
Musik Strijbos & Van Rijswijk
Schlagzeug David Paycha
Bühnenbild Sammy van den Heuvel
Kostüme Sanne Reichert
Waldesign Matt Jackson
Lichtdesign Bart Verzellenberg
Dramatugie Angéique Willkie

Koproduziert durch: Strijbos & Van Rijswijk
Gefördert von: Fonds Podiumkunsten, Province of North Brabant, municipality of
´s-Hertogenbosch 

Donnerstag, den 14.06.2018 um 20:00 Uhr
im Schauspielhaus 

Tickets kaufen von 10,00 bis 18,00 Euro


Made in Chemnitz - Junge Choreographen I

Thunder.Perfect Mind


Dieses Jahr haben junge Tänzer des Balletts Chemnitz erstmalig die Chance, sich im Rahmen des Festivals TANZ | MODERNE | TANZ auch als Choreografen eigener Stücke zu beweisen. Den Anfang macht Emilijus Miliauskas mit seiner Choreografie Thunder.Perfect Mind. In diesem Stück wird, inspiriert von einem uralten gnostischen Gedicht, die Frage untersucht, welche Rolle(n) die Frauen in unserer Gesellschaft spielen – als Mutter, Liebhaberin und Geliebte, als zartes und grausames Geschöpf – und wie diese Rollen von antiken, mythologischen Archetypen des Weiblichen geprägt sind.

Choreografie Emilijus Miliauskas
Tanz Molly Gardiner, Nela Mrázová, Alanna Saskia Pfeiffer
Kostüme Emilijus Miliauskas, Alanna Saskia Pfeiffer
Musik Girių Dvasios


abOUt ...


Anschließend beschäftigt sich David Blázquez in AbOUt … mit dem Platz, den jeder von uns als Individuum in der Gesellschaft einnehmen muss. Wir alle sind einzigartig, aber wie weit können wir wirklich „wir selbst“ sein, wenn wir von der Gesellschaft angenommen werden wollen? Wo müssen wir Eigenschaften unseres Selbst verstecken und wo können wir sie ganz offen zeigen? Und kann es eine Gesellschaft geben, die Gemeinschaft und Zusammenhalt als Werte erhält und in der der Einzelne trotzdem seine Individualität bewahren kann?

Choreografie und Kostüme David Blázquez
Musik Steve Reich, Ólafur Arnalds, Hildur Guðnadóttir, Hazmat Mondine, Jóhann Jóhannson, Schtang, Reinhold Heil
Tanz Megumi Aoyama, Raul Arcangelo, Molly Gardiner, Emily Grieshaber, Natalia Krekou, Emilijus Miliauskas, Nela Mrázová, Yester Mulens Garcia, Soo-Mi Oh, Sascha Paar, Alanna Saskia Pfeiffer

 

 

Donnerstag, den 14.06.2018 um 21:30 Uhr
im Schauspielhaus-Ostflügel

Tickets kaufen für 14,00 Euro

 

 


Witness This

Deutsche Erstaufführung

COMPANY CHAMELEON

Witness This lenkt die Aufmerksamkeit auf geistige Gesundheit und zeigt originell und bewegend, wie Freunde und Verwandte damit umgehen, wenn ein geliebter Mensch von psychischen Problemen übermannt wird. Zutiefst persönlich erzählt das Stück die Geschichte des Choreografen Kevin Edward Turner und von den Erfahrungen mit seiner bipolaren Persönlichkeitsstörung. Die mutige neue Produktion mixt vielfältige Tanz- und Bewegungsstile, die von Turner und drei weiteren Tänzern getragen werden. Athletische Sprünge, dynamische Bewegungen, aber auch Momente voller Fragilität und Sensibilität erschaffen eine ganz andere, unvergessliche Perspektive auf psychische Erkrankungen. Bewegend, traurig, witzig und absurd – wichtiges und hochaktuelles Tanztheater.
„Beautifully revealing… unforgettably good“ – The Guardian

Choreografie Kevin Edward Turner
Tanz
 Taylor Benjamin, Theo Fapohunda, Maddie Shimwell, Kevin Edward Turner
Musik Miguel Malin
Kostüme Emma Bailey
Dramaturgie Andrew Loretto

Gefördert von: Arts Council England, Manchester City Council

 

 

Open Air

Freitag, den 15.06.2018 16.00-16.30 Uhr Neuer Markt,

21.30-22.00 Uhr Vorplatz beim Stadtbad 

Eintritt frei

 

 


Phaidra - The Virtuosity Of Pain

COOPERATIVA MAURA MORALES

Der Mythos von Phaidra, wie ihn Maura Morales nach Euripides und Seneca auslegt, ist die Geschichte einer doppelten Anziehungskraft. Auf der einen Seite fühlt sich Phaidra gefangen im Gravitationsfeld ihres Ehemanns Theseus, dem sie zu entfliehen versucht. Auf der anderen Seite wird sie angezogen von ihrem Stiefsohn Hippolyt, der sie jedoch zurückweist. Das Drama einer reifen Frau, in fataler Weise verlockt durch die Jugendlichkeit, ist aber noch mit weiteren und stärkeren Bedeutungen aufgeladen. In ihrer Auslegung des Mythos will Maura Morales diese vielfältigen Spannungen nicht verlieren: die Spannungen zwischen aufwärts und abwärts, zwischen dem Transzendenten und dem Vitalen, zwischen dem Unterirdischen und dem Oberirdischen, zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Aus dieser doppelten Anziehungskraft entwickelt sich nicht nur das zentrale Konzept der Choreografie, sondern auch die Auswahl der Darsteller. Die unterirdische Schwerkraft des Theseus wird von Chang Ik Oh verkörpert, einem Tänzer ausgebildet im Butoh, einem Tanz, der fest auf dem Boden verankert ist. Die luftige Schwerelosigkeit des Hippolyt hingegen wird von Yotam Peled dargestellt, einem auch in der Luftakrobatik ausgebildeten Tänzer. Phaidra schließlich, dieser gefolterte Charakter, Opfer ihrer eigenen Taten, wird von Maura Morales interpretiert, in ihrem unverwechselbaren Stil, in dem sich der Körper in krampfartiger Weise abseits des Willens zu bewegen scheint.
Die Musik und ihre Interpreten treten in gewisser Weise an die Stelle der Götter in der klassischen Tragödie. Sandra Carrasco, oben auf der Schaukel, nimmt so in mancher Hinsicht den Platz von Aphrodite, Artemis und Persephone ein, drei der beteiligten Göttinnen in dieser Dreiecksgeschichte über Liebe, Reinheit und Tod. Michio Woirgardt, als Komponist und Interpret, wird gewissermaßen zum Demiurg, der die verborgenen Fäden dieser Geschichte bewegt.

„Die COOPERATIVA MAURA MORALES ist ein Garant für starke Emotionen, Energie und körperliche Verausgabung.“ – Westdeutsche Allgemeine Zeitung

 

Konzept Maura Morales, Michio Woirgardt
Regie & Choreografie
 Maura Morales
Tanz Maura Morales, Chang Ik Oh, Yotam Peled 
Kostüme Tina Miyake
Musik Micio Woirgardt 
Stimme Sandra Carrasco 
Bühnenbild Maura Morales, Philipp Zander 
Lichtdesign Philipp Zander 
Coreografische Assistenz Victoria Pérez Miranda 
Dramaturgie Pablo Ley Francelli

Koproduziert durch: Ringlokschuppen Ruhr, Forum Freies Theater- FFT/Düsseldorf, Pumpenhaus Münster
Gefördert von: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Choreografisches Centrum Heidelberg, Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf
 

 

 

Freitag, den 15.06.2018 um 20:00 Uhr
im Schauspielhaus 

Tickets kaufen von 10,00 bis 18,00 Euro


Mavericks And Sheep

ANTHONY MISSEN / BALLETT CHEMNITZ

Es beginnt im Dreivierteltakt. Und mit dem Walzer betritt eine eingeschworene Gemeinschaft die Bühne, mit ihren, allen Mitgliedern bekannten Traditionen und Konventionen. Doch plötzlich: Ein Unbekannter, nur in Unterwäsche, stolpert auf die Bühne – er gehört hier nicht dazu, er ist ein Fremdkörper, also wird er abgestoßen – bis er schließlich doch integriert wird. Doch schon ist da der nächste Fremde und das neueste Gruppenmitglied geht zum Angriff über ...
Anthony Missen erzählt in seiner Choreografie Mavericks And Sheep in Zusammenarbeit mit dem Ballett Chemnitz aufwühlend von Einzelgängern und Herdenschafen, von Ausgrenzung und Hass, aber auch von Integration und Zusammenhalt. Hochpolitisches Tanztheater der Extraklasse, spektakulär aufgeführt im leeren Schwimmbecken des Stadtbades!

„Es ist schon interessant, wie der englische Choreograf mit unserem deutschen Alltag jongliert. Mit den Stereotypen, die uns kulturell nachgesagt werden. Mit den Befindlichkeiten, die momentan viele Europäer zum Rückzug ins Nationale treiben. Mit den Ängsten vor kollektiver Ächtung. Mit den Verunsicherungen, die Perspektivwechsel so mit sich bringen. Das fühlt sich nicht wohltuend an und ist doch oder gerade deshalb ein unglaublich wertvoller wie intensiver Theatermoment, der sich des weiten Repertoires des modernen Tanzes bedient. 24 Tänzer, 50 Zuschauer – ein Muss!“ – Stadtstreicher

„Das Stück stellt die richtigen Fragen, die für jeden Einzelnen relevant sind. Und es findet intime wie energiegeladene Ausdrucksformen mit einem engagierten Ensemble. Sehenswert! Das Publikum applaudierte begeistert.“ – Freie Presse

Choreografie, Inszenierung, Bühne & Kostüme Anthony Missen
Tanz Ballett Chemnitz
Dramaturgie Lena Normann 

Gefördert von: eins – Energie in Sachsen, BMW Niederlassung Chemnitz, ggg – Wohnen in Chemnitz, Erich-Schellhorn-Stiftung, Förderverein der Städtischen Theater Chemnitz e.V.

 

 

Freitag, den 15.06.2018 um 22.00 Uhr im Stadtbad 

Tickets kaufen für 20,00 / erm. 10,00 Euro

Industrie neu entdeckt

BALLETT CHEMNITZ

Begrenzte Teilnehmerzahl | Nur mit Anmeldung unter festival@theater-chemnitz.de
Fahrradtour – bitte eigenes Fahrrad mitbringen (Ausleihmöglichkeiten am Bahnhof)

Chemnitz, einst das „Sächsische Manchester“, birgt nach wie vor Spuren der industriellen Revolution und Innovation. Das Ballett Chemnitz lädt Sie ein, Industriegebäude neu zu erkunden! Entdecken Sie gemeinsam mit den Tänzer/innen ein Stück Chemnitzer Geschichte, beginnend mit der  Maschinenfabrik Richard Hartmann, einem architektonischen Zeugen des Maschinenbauunternehmens von herausragender Bedeutung für die Stadt. Weiter geht’s zur ehemaligen Färberei Theodor Haase, vorbei an dem Fabrikgebäude auf der Georgstraße, der Kattundruckerei auf der Müllerstraße, der schönherr.fabrik bis hin zum Fernmeldeamt auf der Minna-Simon-Straße. Vom Theaterplatz aus führen wir Sie im Halbstundentakt per Fahrrad zu den einzelnen Stationen und machen Chemnitzer Geschichte lebendig. 

Konzept Sabrina Sadowska
Tanz
 Ballett Chemnitz
Stationen 
Fabrikhalle (Shedbau), Fabrikstraße 11
Alte Färberei Theodor Haase, Rochlitzer Straße 19
Fabrikgebäude ehemalige Neumühle, Georgstraße 40
Kattundruckerei, Müllerstraße 31
schönherr.fabrik & Schönherrpark, Schönherrstraße 8
Erweiterungsbau Fernmeldeamt, Minna-Simon-Straße 3 + 5

Samstag, den 16.06.2018 um 15:00 - Tour I; 15:30 Uhr - Tour II; 16:00 Uhr - Tour III

Treffpunkt: Theaterplatz (Haupteingang Opernhaus)

Eintritt frei

 

 


Battle

Streetdance ist jung, grenzenlos und kreativ – sei dabei!
Der Battle im Rahmen des Chemnitzer Festivals TANZ | MODERNE | TANZ geht in die zweite Runde!

COMPETITION
3 GEGEN 3 ALL-STYLES-BATTLE
EXPERIMENTAL 1 GEGEN 1-BATTLE

Die aktive Teilnahme am Battle ist kostenlos. | Anmeldung bis 13. Juni 2018 unter festival@theater-chemnitz.de 

Ticket-Preis für Zuschauer: 5,00 Euro

 

 

Samstag, den 16.06.2018, 16:00-19:00 Uhr
im Kraftwerk e.V. 

Karten für 5,00 Euro nur an der Tageskasse

 

 


Sacré Printemps!

COMPAGNIE CHATHA

Der Zusammenbruch der Revolution in Tunesien hat im Land viele Fragen nach Handlungsspielräumen hinterlassen. Noch immer ist die Zivilgesellschaft im Wandel, auf der Suche nach etwas Gemeinsamen, das die vielen Stimmen des Landes vereint. Jahrelang haben auch Aïcha M’Barek und Hafiz Dhaou eine spezifische Grammatik entwickelt, um die Zensuren des früheren Regimes zu unterlaufen. Für ihr neues Stück Sacré Printemps! haben sie diese Bewegungssprache unter den Vorzeichen des Arabischen Frühlings bearbeitet und verschiedene Musiker zu sich ins Studio eingeladen, um der Vielstimmigkeit Tunesiens Ausdruck zu verleihen – darunter Sonia M’Barek, eine der bekanntesten Sängerinnen des Landes. Außerdem ließen sie sich vom 2013 ermordeten Streetart-Künster Bilal Berrini zur Aufstellung von über 30 lebensgroßen Schwarzweißfiguren auf der Bühne inspirieren. Der Titel ist eine doppelte Anspielung, auf Strawinskys berühmte Ballettmusik Le sacre du printemps (Die Frühlingsweihe) und auf den Arabischen Frühling. Das Choreografenpaar ruft seine Frühlingsweihe entschieden aus und bleibt seinem unnachahmlichen Stil und seinem besonderen Gespür für choreografische Phrasierung treu. M’Barek und Dhaou haben eine klare Message: „Let’s liberate the spring!“

Konzept & Choreografie Aïcha M’Barek, Hafiz Dhaou
Tanz Gregory Alliot, Hafiz Dhaou, Amala Dianor, Johanna Mandonnet, Aïcha M’Barek, Stéphanie Pignon, Rolando Rocha
Illustrationen Dominique Simon
Lichtdesign Xavier Lazarini
Licht Sandrine Fauret
Ton Christophe Zurfluh
Musik Éric Aldéa, Ivan Chiossone, Sonia M’Barek
Text Horrya – Liberté von Khaled Waghlani, vorgetragen von Sonia M’Barek
Produktion Compagnie Chatha

Gefördert von: Institut Français de Tunisie, Le Boboggan: Centre Culturel Décines, Adami, DRAC Rhône-Alpes, Rhône-Alpes Regional Council, FIACRE Rhône-Alpes, Institut Français, französisches Ministerium für Kultur und Kommunikation

 

 

Samstag, den 16.06.2018 um 20:00 Uhr
im Schauspielhaus 

Tickets kaufen von 10,00 bis 18,00 Euro


Made in Chemnitz - Junge Choreographen II

No.VA (Family)

Die Choreografie No.VA (Family) von Raul Arcangelo beschäftigt sich mit der Rolle, die die Familie in unserem Leben spielt. Wir verbinden sie mit Sicherheit, Geborgenheit und Liebe. Doch was wäre, wenn wir diese Gefühle nicht nur auf unsere Familie beschränken, sondern auf alle Menschen ausweiten würden? Könnte die Menschheit zu einer einzigen großen Familie zusammenwachsen?
Diese Fragen stellt eine spannende Choreografie, in deren Verlauf alle Tänzer diesem Ziel Schritt für
Schritt näher kommen.

Choreografie & Musik Raul Arcangelo
Kostüme Beatriz Caravetto
Co-Choreografie & Tanz Beatriz Caravetto, Ivan Cheranev, Leonardo Fonseca, Yester Mulens Garcia, Alejandro Guindo Martín, Soo-Mi Oh


Kinematics – The Motion Of Points And Bodies

In seiner Arbeit Kinematics – The Motion Of Points And Bodies untersucht Leonardo Fonseca geometrische Körper und Bewegungen – und bringt Körper, Zeit, Dynamik und Energie in neue Spannungsfelder. Daraus ergibt sich eine einmalige Formensprache, in der die Grenzen von Raum und Zeit verschwimmen.

Choreografie und Kostüme Leonardo Fonseca
Tanz Megumi Aoyama, Yoh Ebihara, Savanna Haberland, Sascha Paar
Musik Chinese Man, Ivan Cheranev (Mix)


Of Knives And Men

Deutsche Erstaufführung

PANAMA PICTURES

Elemente aus Zirkus und Tanz fließen nahtlos ineinander und erzählen die Geschichte zweier Männer, die hier die Grenzen ihrer Beziehung austesten. Im Wechselspiel versuchen sie, sich zu überbieten, hebeln die Gesetze der Schwerkraft aus und provozieren sich im Spiel mit den Messern.
Wie weit können sie gehen? Wie sehr können sie sich wirklich vertrauen? Es ist ein intimer Einblick in männliche Freundschaft und richtet den Fokus auf ihre ganz eigenen Regeln und Codes innerhalb eines Universums, das sie sich selbst erschaffen haben. In dieser Performance hat das „Spiel mit dem Risiko“ die Hauptrolle! Timing ist das A und O; ein Tänzer, ein Akrobat und … sechs scharfe Messer malen ein ausdrucksstarkes und fragiles Bild, das die Zuschauer in Staunen versetzt.

Choreografie Pia Meuthen
Tanz & Akrobatik Francesco Barba, Fabian Krestel
Musik Strijbos & Van Rijswijk
Licht Bart Verzellenberg
Kostüme Sanne Reichert

Koproduziert durch: Strijbos & Van Rijswijk | Gefördert von: Fonds Podiumkunsten, Province of North Brabant, municipality of ’s-Hertogenbosch

Samstag, den 16.06.2018 um 21:00 Uhr
im Weltecho 

Tickets kaufen für 15,00 / erm. 10,00 Euro

 

 



Bibi Ha Bibi

HENRIQUE FURTADO & ALOUN MARCHAL

Eine Bühne, zwei Männer. Zwei Männer, die aus sich herausgehen, die sich ausprobieren. Bibi Ha Bibi zeigt in einer faszinierenden Mischung die verschiedensten Arten der Bewegung und Artikulation des Menschen. Von Wrestling bis zu kindlichen Spielen, von grollenden Geräuschen bis zu Wiegenliedern, von rhythmischem Atmen bin hin zu bestialischem Geschrei – und immer wieder unterbrochen von traditionellen Inuit-Gesängen. Aloun Marchal und Henrique Furtado, gleichzeitig Choreografen und Tänzer des Stückes, starren sich an, schreien sich an, heben sich hoch, lachen miteinander und sind grausam zueinander. Eine furiose tour de force, die die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen und Ausdrucksmöglichkeiten künstlerisch darstellt.

„Die technische und semantische Erforschung des eigenen Körpers mithilfe kultureller Anspielungen und der clevere Humor dieses absurden Duells erschaffen zwischen den beiden Partnern ein obskures Ritual.“ – Le Clou dans la Planche
„Bibi Ha Bibi wirft einen amüsierten und unprätentiösen Blick auf die Intimität zweier Männer.“ – Mouvement
„Bibi Ha Bibi gibt dem Tanz eine Stimme“ – Göteborgs Posten

Konzept, Choreografie & Tanz Henrique Furtado, Aloun Marchal
Szenografie & Kostüme Camille Rosa, Rozenn Lamand
Musik Jerzy Bielski
Lichtdesign Eduardo Abdala
Dramaturgie Céline Cartillier

Produktion: Siège (Frankreich) & Possibilitas (Schweden)
Koproduktion: La Place de la Danse – CDCN Toulouse / Occitanie – als Teil des Projektes [DNA] – Ankunft und Abflug werden kofinanziert durch das Programm Europe Créative de l'Union Européenne, Le Festival de Danse und Théâtre de Göteborg, Atalante – Centre artistique in Göteborg (Schweden), das SACD-Beaumarchais.
Mit der Unterstützung des Théâtre Paul Eluard in Bezons, des Théâtre Louis Aragon in Tremblay-en-France, des Alkantara in Lissabon (Portugal), der Ménagerie de verre in Paris, des Vitlycke Centre for Performing Art (Schweden), der Briqueterie – CDC du Val-de-Marne.
Mit Förderung der DRAC Île -de-France, der Region Västra-Götaland, der Stadt Göteborg, der Stiftung GDA, der Stiftung Gulbenkian und Spedidam.

 

 

 

Sonntag, den 17.06.2018 um 18:00 Uhr
im Schauspielhaus-Ostflügel 

Tickets kaufen für 14,00 Euro 

 

 


Of Knives And Men

PANAMA PICTURES

Elemente aus Zirkus und Tanz fließen nahtlos ineinander und erzählen die Geschichte zweier Männer, die hier die Grenzen ihrer Beziehung austesten. Im Wechselspiel versuchen sie, sich zu überbieten, hebeln die Gesetze der Schwerkraft aus und provozieren sich im Spiel mit den Messern. Wie weit können sie gehen? Wie sehr können sie sich wirklich vertrauen? Es ist ein intimer Einblick in männliche Freundschaft und richtet den Fokus auf ihre ganz eigenen Regeln und Codes innerhalb eines Universums, das sie sich selbst erschaffen haben. In dieser Performance hat das „Spiel mit dem Risiko“ die Hauptrolle! Timing ist das A und O; ein Tänzer, ein Akrobat und … sechs scharfe Messer malen ein ausdrucksstarkes und fragiles Bild, das die Zuschauer/innen in Staunen versetzt.

Choreografie Pia Meuthen
Tanz & Akrobatik Francesco Barba, Fabian Krestel
Musik Strijbos & Van Rijswijk
Kostüme Sanne Reichert
Licht Bart Verzellenberg

Koproduziert durch: Strijbos & Van Rijswijk
Gefördert von: Fonds Podiumkunsten, Province of North Brabant, municipality of
´s-Hertogenbosch

 

 

Sonntag, den 17.06.2018 um 19:30 Uhr

Schauspielhaus-Vorplatz (bei schlechtem Wetter im Foyer) 

Eintritt frei

 

 


Process Day

Abschluss des Festivals

Deutsche Erstaufführung

SHARON EYAL / SCOTTISH DANCE THEATRE

Sie ist der Star der israelischen Tanzszene: Sharon Eyal! Zusammen mit Gai Behar kreierte die avantgardistische Ausnahmekünstlerin für das Scottish Dance Theater Process Day – eine sinnliche Erfahrung, die die Tänzer/innen in androgyne und nachtaktive Wesen verwandelt, die von den ursprünglichen und doch futuristischen Beats von Ori Lichtiks Techno-Soundtrack durch die Schatten geleitet werden. Verhüllt von Rauch und Schatten sind die glühenden Bewegungen dieser provokativen Figuren rhythmisch und erotisch aufgeladen. Herb und sinnlich gleichen die Tänzer/innen zum Leben erweckten Statuen – Beine verschwinden im Dämmerlicht und es bleiben nur zuckende und ruckende Torsos. Pulsierende Bewegungen und winzige Vibrationen durchströmen alle Gliedmaßen, verbinden Körper zu Formationen aus gemeinsamer Ekstase und erzählen vom persönlichen und doch individuellen Drang nach Erfüllung und Erlösung.
„The company has never looked better.“ – The Scotsman
„This is bold, breath-taking stuff, performed by a company at the top of its game.“ – The Herald

 

Choreografie Sharon Eyal, Gai Behar
Tanz
 Kieran Brown, Harry Clark, Alison Jaques, Luigi Nardone, Adrienne O’Leary, Jessie Roberts-Smith, Oscar Pérez Romero, James Southward, Pauline Torzuoli 
Musik Ori Lichtik
Kostüme Rebeccy Hytting, Sharon Eyal 
Lichtdesign Alon Cohen

Gefördert von: Creative Scotland, Creative Scotland Lottery, Dundee City Council, Made in Scotland, British Council

Sonntag, den 17.06.2018 um 20:00 Uhr
im Schauspielhaus 

Tickets kaufen von 10,00 bis 18,00 Euro